Der Kopfstand – Ein Perspektivenwechsel

Der Kopfstand bringt Perspektivenwechsel und braucht ein Stückchen Mut.

Wir alle kennen die Redewendung Einfach mal die Perspektive wechseln. Gerade dann, wenn wir Lösungen für alte Probleme oder Veränderungen wünschen. Sich das einzugestehen und den ersten Schritt zu machen, ist oft tough und dazu gehört auch oft eine ganze Menge Mut. 

Diesen Mut brauchen wir auch manchmal im Yoga. Die Umkehrhaltungen spiegeln die obige Redewendung ganz gut wieder. Normalerweise stehen wir mit beiden Füßen fest auf dem Boden und  unser Kopf gilt als Träger unser Sinne und steht somit am höchsten Punkt unseres Körpers. Und dann drehen wir dieses  Konstrukt durch eine Umkehrhaltung einfach mal um. Das erfordert am Anfang ein gutes Stück Mut. Gelten doch gerade Kopf und Schulterstand in der Lehre des  B.K.S. Iyengar als  Königsdisziplin oder ‚Vater und Mutter’ der Yoga Posen. 

Eine physikalisch Veränderung wie der Kopfstand zieht oft auch eine emotional andere Sichtweise mit sich. Wieder ein Beweis dafür dass Körper und Geist immer einen Einklang brauchen. Physisch gesehen Stärken Umkehrhaltungen das Herzkreislaufsystem und die Konzentrationsfähigkeit. Je nach Aufrechterhaltung wird auch die Wirbelsäule gedehnt und gestreckt und wer sich einmal mutig in den ersten Handstand oder Kopfstand begeben hat, hat somit auch ein Muster für sein Selbstbewusstsein geschaffen.

Auf emotionaler Ebene behandelt eine Umkehrhaltung oft ein forderndes Thema. Bildlich gesehen möchte man mit Hilfe von Umkehrhaltung alles Negative aus dem Kopf heraus schütteln es loslassen und Raum für positives schaffen. 

Zu Beginn muss es aber auch nicht direkt ganz so fancy sein, denn vergiss nicht, auch der herabschauenden Hund oder eine Vorwärtsbeuge ist genau so eine Umkehrhaltung, denn hier liegt der Kopf über dem Herzen. Auch hier wird der Blutfluss und die Zirkulation umgedreht und du erhältst genau so ein erfrischendes  order befreiendes Ergebnis. Und ganz nebenbei  kräftigst du im herabschauenden Hund auch noch die Arme und  Schulterpartie. Darüber hinaus freuen  sich  auch die Füße über etwas Entlastung und der Rücken findet auch Entspannung.

Neueinsteiger sollten allerdings ein Kopf oder Handstand nur mit professioneller Anleitung machen um Verletzungen auszuschließen. 

Auch Menschen mit Verletzungen im Nacken und oder Schulterbereich sowie im Rücken oder Bluthochdruck sollten Umkehrhaltungen nur unter Aussicht ausführen.

Also, sei einmal mutig und stell das Leben auf den Kopf.

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